Ärgernisse

Eine besonders mißlungene Formulierung findet sich im Vorwort zehntausender Broschüren, die jetzt im Jubiläumsjahr für Fahrradreisen im Ländle werben sollen. ERST denken, dann texten !


 

WDR, Stichtag 12. Juni 1817 "Schleier drüber"

http://www1.wdr.de/stichtag/stichtag7206.html


Gleich zu Anfang diese üble Abbildung.
Gedankenlosigkeit ? Traurig Herr Rexing !!

Stichtag
12. Januar 1817 - Laufmaschine des Freiherrn von Drais patentiert

Der schwerste Vulkanausbruch seit 25.000 Jahren wird zur Initialzündung einer bahnbrechenden Erfindung in der Fahrzeug-Geschichte. Die Explosion des Tambora 1815 in Indonesien schleudert Unmengen von Asche in den Himmel. Die Sonne verschwindet, das Klima kühlt weltweit ab. 1816 erlebt Deutschland ein eiskaltes "Jahr ohne Sommer", Missernten lösen die größte Hungersnot des 19. Jahrhunderts aus. Mit den Menschen sterben auch die Pferde in Massen; das Verkehrswesen steht vor dem Kollaps.

Inspiriert durch den Zugtiermangel erfindet Karl Freiherr von Drais in Karlsruhe ein Fortbewegungsmittel, das den Personenverkehr revolutionieren wird. Seine hölzerne Laufmaschine ist das erste Gefährt mit zwei hintereinander stehenden Rädern, angetrieben allein durch Muskelkraft und damit der Ur-Typ des Fahrrads. Zum Vorwärtskommen stößt sich der sitzende Fahrer, die Unterarme auf Polsterbänkchen gestützt, wechselseitig mit den Füßen vom Boden ab.

„Rasantes Vorwärtsgrätschen“
Im Juni 1817 wagt sich Drais mit seiner Laufmaschine erstmals in die Öffentlichkeit. Auf dem Weg von Mannheim nach Schwetzingen erreicht er einen Schnitt von 14 Stundenkilometern und fährt damit schneller als eine Postkutsche. "Für einen Hollandradfahrer mit Luftreifen und Kugellager heute noch ein sehr ansehnliches Tempo", urteilt der Technik-Historiker Hans-Erhard Lessing. "Es muss ein rasantes Vorwärtsgrätschen gewesen sein." Zwar kennt Drais schon das Prinzip der Tretkurbel, doch, so Lessing, "auf zwei Rädern zu balancieren, mit den Füßen vom Boden weg, konnte sich damals niemand auf der Welt vorstellen."
Der 1785 geborene Forstmeister und Tüftler, uralter, letztlich herabsetzender Ausdruck.

Drais war Prof. für Mechanik, Erfinder, Mathematiker, Konstrukteur, Sozialreformer, (visionärer ) Denker
weiter im Rexingtext:
Drais erfindet Dinge wie den Dampfkochtopf, die Schnell-Schreibmaschine und den Klavierrekorder, der Noten auf Papier aufzeichnet. Großen Erfolg erntet er aber nur mit seiner Laufmaschine, die am 12. Januar 1818 patentiert wird. Er erhält eine Anstellung als Professor für Mechanik. Falsch, er wurde dazu ernannt, das ist etwas Anderes.
und vergibt Lizenzen für den Bau seines Tretrads, ganz falsche Bezeichnung

Diese Abbildung zeigt ein Tretrad,
weiter:
das als Veloziped oder Draisine auch in Frankreich und England schnell in Mode kommt. Nach wenigen Jahren jedoch findet der Boom ein jähes Ende. Allerorten wird auf Fußgängerwegen das rasante Rollen im Sauseschritt verboten, auf den zerfurchten Straßen jedoch ist das Fahren mit dem ungelenken (großer Unsinn) Holz-Mobil schlicht unmöglich.

Großer Unsinn !!
Drais und  viele tausend Laufmaschinenfahrer befuhren auch die Landstraßen; legten zT über 500 Kilometer pro Tour zurück

weiter:
Als "Halbnarr" abgestempelt

Im reaktionären Biedermeier gerät der querköpfige bekennende Demokrat Drais bei der Obrigkeit in Misskredit. Er wird als Irrer diffamiert und von Burschenschaftlern als Feind verfolgt. Drais beginnt zu trinken und verliert durch Verleumdung seine Privilegien am Hofe des Großherzogs von Baden. 1838 entgeht er nur knapp einem Attentat. Im Lauf der Badischen Revolution 1849 legt er seinen Adelstitel ab, wird aber nach der Besetzung durch die Preußen gezwungen, ihn wieder annehmen.Hier fehlt Entscheidendes, was das Gegenteil beweist ! Man versucht, ihn zu entmündigen und konfisziert seine Pension. Bettelarm und von Ärzten zum "Halbnarren" gestempelt, stirbt Karl Freiherr von Drais am 10. Dezember 1851 in Karlsruhe.

Was soll dieser herabsetzende Tonfall, der das Vokabular seiner Feinde verwendet ?
Der Autor erwähnt richtigerweise die Enteignung , warum schreibt er nochmal „bettelarm“. Darin steckt zum wiederholten mal in diesem Text eine negativer Unterton.

Der Autor schreibt weiter: und von Ärzten zum Halbnarren gestempelt
Falsch, es war der Amtsarzt , also ein Monarchist. Der Plural legt nahe, das Urteil sei von mehreren Ärtzen gefällt, sei somit vermutlich richtig. „Halbnarr“ ist kein medizinischer Ausdruck, sondern eine durch nichts belegte, bösartige Verleumdung.
Der (nichts ahnende?) Autor steht ohne Not in der Tradition der zahlreichen Fehldarstellungen seit ca. 1820.

Weiter:
Während Drais glücklos einem bitteren Ende entgegengeht, beweist seine Laufmaschine ein langes Leben. Noch zu seinen Lebzeiten entwickeln findige Köpfe in ganz Europa die Draisine weiter. Durch Einführung der Tretkurbel um 1850 wird aus dem Veloziped ein Fahrrad mit Pedalen.
Doppelfehler !!

Nach Drais' Tod dauerte es noch mindestens 15 Jahre, bis die ersten Kurbelfahrzeuge konstruiert wurden.
Das so kuriose wie halsbrecherische Hochrad erweist sich jedoch als konstruktiver Irrweg. Ende des 19. Jahrhunderts erfinden John Dunlop den Luftreifen und Ernst Sachs den Freilauf sowie die Rücktrittbremse. Nun startet das Fahrrad seinen Siegeszug um die Welt; die Ära des modernen Individualverkehrs beginnt.

Insgesamt ein sehr fragwürdiger, stark fehlerhafter Text, der zwar fleißig einen Teil der Ergebnisse der neueren Draisforschung (Lessing) bemüht, aber durch  vielleicht unbewußte Übernahme heute unhaltbarer Positionen - mindestens in diesen Formulierungen - leistet er einen bedauerlich negativen Beitrag zur dringend erforderlichen „neuen Sicht“ auf einen der wichtigsten Erfinder aller Zeiten.

Peinliche Fehlleistung und des WDR unwürdig; schade !

Martin Hauge
Karlsruhe, 31.März 2017


Zum entbehrlichen Spiegelartikel von Christian Wüst "Schleier drüber"
Spiegel # 10/2017, Seite 98

Sehr geehrter Herr Wüst !
Danke auch für Ihre Rückmeldung.

Ihre Frage nach konkreter Benennung der fehlerhaften Stellen möchte ich wie folgt beantworten.

"Fehlerhaft" bedeutet für mich

z.B. wenn uralte, längst ergänzte bis völlig überholte Aussagen von Ihnen verwendet werden...

z.B. ... zu Lebzeiten als Spinner verspottet .... ist weniger als die halbe Wahrheit, denn es gibt mittlerweile genügend Zeugnisse von Zeitgenossen, von internatinalen Fachleuten, deren Aussagen eine ganz andere Sprache sprechen. Darüberhinaus speist sich der Spott, der Hass aus anderen Quellen, aus etwas späteren (Karl Sand/Gutzkow/Meidinger/Wedekind) Anlässen, nicht aus der Zeit der Erfindung, die sich bekanntlich rasend schnell verbreitete. Das gehöret auch dahin, .... heute geehrt als Erfinder ... reicht inhaltlich in keiner Weise aus---wenn korrekt dargestellt werden soll.

Tüftler und Edelmann .....Tüftler hat einen negativen Beigeschmack ... Edelmann ist ebenfalls leicht ironisch gefärbt, obwohl Sie wissen müßten, daß Drais nicht die dünkelhaften Verhaltensweisen seiner Klasse an den Tag legte, im Gegenteil !

angeradelt ..... pardon, das ging damals nun wirklich noch nicht

dürres Holzgestell / später, Zitat J.P.: spindeliges Gefährt ........ das ist nun wirklich falsch. Mein Originalnachbau ist wie sein Vorbild ausgesprochen stabil und den Belastungen von Fernreisen mit mindestens 50 Kilo Gepäck absolut gewachsen. Hat Herr Pietsch mal eines aus der Nähe gesehen ? Alle (Holz-) bauteile sind von Anfang an serienreif ausgelegt gewesen. Für damalige Verhältnisse High Tech. Warum diese doch verächtlich machenden - unsachlichen - Formulierungen für eine wahrlich nachhaltige, extrem erfolgreiche Maschine, die eigentlich, nur um Kugellagerungen und den Kettenantrieb/Schaltung erweitert, seit 200 Jahren funktioniert ? Und ich sage Ihnen, moderne Laufmaschinen mit luftbereiften Rädern (wie bei den Kindern) wären in ebenen Innenstädten durchaus kaum langsamer als Fahrräder, haben geringere Sturzhöhe und sind absolut wartungsarm.

Mannheimer Intelligenzblatt ... aus Drais' Heimat. Vielfach zu lesende Aussage, aber falsch. Für Sie vielleicht unwichtig - Drais Heimat(Stadt) ist Karlsruhe, nicht die Kurpfalz oder Mannheim. Mit diesem Fakt haben Mannheim und viele andere AutorInnen heftige Probleme.

... ohne Pedalkurbeln ... das war genau richtig, ... es hat nochüber fünfzig Jahre gedauert, bis ein schnelleres Zweirad konstruiert war. Drais kannte Kurbelantrieb (Fahrmaschine II) Die Laufmaschine war technisch gesehen eine von Anfang an serienreife, ausgklügelte, vorbildlose Neuschöpfung.

und es sollte Ersatz für Reitpferde ...schaffen... das hat es auch von Anfang an getan, ... taugte ohnehin nicht zum Ersatz des Pferdes im Frachtverkehr (J.P.) ... stimmt so nicht, schon die normale Laufmaschine konnte locker 50-X Kilo transportieren, die Tandemlaufmaschine gleich zwei Personen noch schneller, die Damendraisine ebenfalls 1 Person, es gab schon damals Lastenversionen mit Ladefläche hinten und heute---habe ich selbst vielmals gemacht--transportieren wir mit uralten Lastenrädern (Holland,Backfiets) in der Ebene 300 Kilo ohne Gangschaltung oder E-Motor.


Was hat das Ganze mit Tambora zu tun ?

Ich sehe vier Gründe für Drais' Beschäftigung mit der effizienten, individuellen, pferdelosen Fortbewegungstechnik.

  1. Zuerst die warscheinlich in Schwetzingen begonnene Beschäftigung mit dem Thema überhaupt (Gartenphaeton) 1803-1807 ?
  2. der Pferdemangel der Kriegs- und Nachkriegszeit (Wiederauffüllung der erschöpften Bestände)
  3. verstärkend die vier sehr schlechten Ernten 1812-1815
  4. nochmal verstärkt im Jahr 1816, dem Jahr ohne Sommer; eine trotz Zeitungszensur vielfach belegte, extreme Notsituation, die Drais ganz sicher in seinen Bemühungen noch weiter angetrieben hat, so wie er oft ihm erkennbare Probleme aufgriff und durch seine Erfindungen lösen half.

Schreibmaschine für den erblinden Vater / Wassertransportgerät für die Feuerwehr / Holzsparofen wegen Holzmangel in der Rheinebene

TAMBORA: Natürlich wußten vermutlich nur wenige Europäer von dem Ausbruch oder konnten die Wetterphänomene in Europa der Aschewolke zuordnen ... aber was liegt näher, als daß Drais' auf die Verschärfung der Situation 1816 mit der Intensivierung seiner Bemühungen reagierte !! Was ändert es, ob er es wußte oder nicht ? Seine geniale Erfindung kam in einer Zeit in der sie gebraucht wurde; erst recht wegen der Tamborafolgen !!

Und schon (???) kam der Freiherr angeradelt ... was bitte soll diese abschätzige Formulierung ? Was unterstellen Sie bzw J.Pietsch dem Erfinder denn ? Für mich, der ich seit einigen Jahren mit großer Aufmerksamkeit zahlreiche unterschiedliche (alte wie neue) Texte zum Gesamtkomplex lese, für hören sich einige Passagen Ihres Artikels so an, als hätten sie grundsätzlich eine ganz andere Meinung zum Jubiläumsjahr. Das ist Ihr gutes Recht, aber ein eher problematisches Alleinstellungsmerkmal. Wenn zum Beispiel die Archäologie (Achtung Wissenschaft) nicht manchmal mit mal mehr mal weniger plausiblen Thesen arbeiten würde, dann könnte sie --salopp formuliert---einpacken, oder ? Und die Tambora"these" ist sehr plausibel. In unserer mittelgroßen Draisausstellung im Karlsruher Regierungspräsidium ab Mai 2017 sind einige Beweise für die Notsituation in weiten Teilen Süddeutschlands ausgestellt, die zB. "versteckt" (uA. wegen der Zeitungszensur) in "Hungertalern"und Schraubmedaillons in drastischen Bildern und Texten die Sinnhaftigkeit der Haupterfindung des Karl Drais belegen.

Sehr geehrter Herr Wüst,
ich hoffe Ihnen einen Teil meiner Kritik verständlich gemacht zu haben und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Auf die Formulierungen, die in kaum verhohlener Weise gegen Herrn Lessing gerichtet sind, gehe ich jetzt nicht mehr ein, finde Sie aber unangemessen. Eine Frage noch, warum bebildern Sie Ihren Text mit einer grob fehlrestaurierten Laufmaschine? Egal finde ich das nicht. Ihr Artikel erscheint doch unter "Wissenschaft", es sollte wenigsten in der Bildunterschrift stehen.

Mit freundlichen Grüßen Martin Hauge


Heimliche Revision im Stadtmuseum Karlsruhe (Prinz-Max-Palais)

Werter Besucher,

solltest Du Dich ins Stadtmuseum verirren, solltest Du die Hoffnung gehabt haben, dort hätte sich, nach bald 20 Jahren, ein überfälliges Wunder, wenigstens ein kleines, ereignet , lass die Hoffnung fahren, nein, nein ...

Sie wollen oder können oder dürfen auch im Jubiläumsjahr keine einigermaßen vorzeigbare Draisdarstellung zeigen.

Oh, sie haben sich angestrengt; mehr Abbildungen sind geboten, mehr Text ..., sogar blaue Lämpchen können zum Leuchten gebracht werden, ach wie schön ... aber was für ein Text, was für Abbildungen … oh jeeh ! Auch die unschuldigen Lämpchen leuchten teils an fragwürdigen, unsinnigen oder falschen Stellen.

Ersparen Sie mir Weiteres, schauen Sie es sich besser nicht an, Sie könnten schwermütig werden ... oder wenn doch, erzählen Sie es nicht weiter ...

Karlsruhe, Februar 2017



Stadtmuseum Karlsruhe (Prinz-Max-Palais)
Deutliche, mehrfach wiederholte und begründete Kritik an den Draisdarstellungen im Stadtmuseum

Sogenannte "Postkartenwende":
Die erwähnte Postkarte mit inhaltlich vielversprechendem Text erwies sich als ein Schwälblein im Spätwinter; ganz sicher kein Frühling, schon gar kein Sommer in Sicht.

Lieber Herr Dr. Pretsch !
Bei einem Besuch im Karlsruher Stadtmuseum haben wir kürzlich erfreut feststellen können, dass Sie die angekündigte 
Richtungsänderung in der Drais-Darstellung Ihres Hauses eingeleitet haben.

Dafür möchten wir uns bei Ihnen herzlich bedanken. 

Durch Ihre originelle Idee über eine "persönliche" Postkarte  von Karl Drais an die Besucher des Museums auf die Fehler 
der Vergangenheit aufmerksam zu machen, wird nun das Ende einer schon viel zu lange andauernden Ära der oftmals 
ganz unangemessenen Darstellung von Karl Drais in Wort und Bild eingeläutet.

Wir würden uns freuen wenn sie Ihre originelle Postkarte z. B. auch an alle Mitglieder des Fördervereins Stadtgeschichte 
und an andere stadtgeschichtlich interessierte Bürger versenden könnten, um eine noch größere Wirkung zu erzielen.

Für die weitere Arbeit an diesem gerade für unsere Stadt so wichtigen Thema wünschen wir Ihnen viel Mut und Tatkraft.


Mit besten Grüßen,
 Martin Hauge und Holger Martin



Rundschreiben

An
die Leiterin des Kulturamtes, Frau Dr. Susanne Asche
die Journalistin und Autorin Frau Annette Borchardt-Wenzel
den Leiter des Stadtarchivs, Herrn Dr. Ernst-Otto Bräunche
den Leiter des Stadtmarketing Herrn Norbert Käthler
den Oberbürgermeister Herrn Dr. Frank Mentrup
den Leiter des Stadtmuseums Herrn Dr. Peter Pretsch
den früheren Leiter des Museums für Technik und Arbeit, Herrn Dr. Gerhard Selmayr
den Vorsitzenden des Fördervereins Stadtgeschichte, Herrn Dr. Hans-Jürgen Vogt

Sehr geehrte Damen und Herren,
Karlsruhe hat mit Drais und Benz zwei herausragende Erfinderpersönlichkeiten hervorgebracht, die weltweit als solche anerkannt werden, wie man z. B. auch in Wikipedia nachlesen kann (nicht nur auf deutsch).
Leider ist die derzeitig noch immer im Stadtmuseum (Prinz-Max-Palais) gezeigte Darstellung von Drais auf dem Wissensstand von vor 2003 um fast zwölf Jahre hinter der technikgeschichtlichen Forschung zurückgeblieben, wie man an der beigefügten Fotomontage der dort aufgestellten Bild- und Text-Tafel sieht, wo der Erfinder zu Unrecht verhöhnt und karikiert wird. Auf diesen bedauerlichen Mißstand hat mich ein anderer Karlsruher Bürger erst vor wenigen Tagen aufmerksam gemacht.
Auf der Website der Stadt findet sich glücklicherweise unter den "Karlsruher Portraits" ein aktuelleres, wesentlich positiveres Bild von Drais:
www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/biographien/drais.de

Es kann ja nicht angehen, dass sich Karlsruhe in einem seiner Museen so rückständig präsentiert, dass man sich als Bürger der Stadt schämt, wenn man auswärtigen Gästen etwas über Drais zeigen möchte.
Es wird dringend um Abhilfe gebeten.

Mit besten Grüßen
Holger Martin


Die bis zum Frühjahr 2017 gezeigte Dauerausstellung über Karl Drais


Ein Leserbrief im Internet

Zum Artikel in der BNN vom 7.2.2015,
KARLSRUHE und seine KÖPFE, von Kirsten Etzold

Eines kann man der Autorin nicht absprechen; Sie hat es versucht. Und Sie hat dabei am Anfang auch Richtiges geschrieben, aber die Hälfte Ihres Textes speist sich aus tiefen Griffen in die Mottenkiste der Drais-Verleumdungen, die ein großes Manko der jüngst eröffneten Debatte um die überfällige und umfassende Rehabilitation des genialen Erfinders und erklärten Demokraten Karl Drais aufzeigen, nämlich mangelndes Faktenwissen.
Die Autorin laviert hin und her vermeidet eine eindeutige Stellungnahme und so hat Sie nur den Alibibeitrag über Drais zum Stadtgeburtstag abgeliefert, Altes wiedergekäut und eine Chance verpasst.
Hoffentlich steigert die BNN bis 2017 die Qualität ihrer Beiträge und besorgt sich endlich Fachliteratur auf dem aktuellen Stand der Drais-Forschung. Wir stehen für Auskünfte zur Verfügung.

Martin Hauge, 9.2.2015


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