• seit 2019
    Karl Drais Museum im Gewerbehof

seit Januar 2019

Karl Drais Museum

76133 Karlsruhe, Steinstr. 23 im Gewerbehof

E i n t r i t t   f r e i !

RheinpfalzHunderte Abbildungen, Photos, Plakate, Texte, Infomaterial, sehr viel (ausleihbare) Fachliteratur, eine Leseecke, eine Laufmaschine für Testfahrten (nach Absprache) und weitere Exponate stehen Ihnen zur Verfügung.
Ein Schwerpunkt liegt auf den mehr als fünfzig, teilweise kaum bekannten Orten in und um Karlsruhe, an denen sich Wichtiges zum Thema Drais und der Mobilitätsgeschichte ereignet hat.

Hier findet JEDER etwas Neues
und hier wird korrekt und unzensiert dargestellt.

In der Regel gelten diese Öffnungszeiten:
Dienstag      11 – 18.30 Uhr
Mittwoch     11 – 18.30 Uhr
Donnerstag 11 – 18.30 Uhr
Freitag          11 – 19.00 Uhr
Samstag       10 – 15.00 Uhr

Informationen, Terminvereinbarungen für Führungen etc.
martin.hauge@danke-karl-drais.de

Drais'sche Neueste Nachrichten

→ 22.11.19 | BNN Gedenk-Geschenk zum 150. Geburtstag

November 2019

Gedenk-Geschenk zum 150. Geburtstag

Bürger wollen an Gustav Landauer erinnern, von E. Kinkel Gedenk-Geschenk zum 150. Geburtstag In der Vorweihnachtszeit ist die Filiale der Parfümerie Douglas am nordwestlichen Kreuzungsbereich von Kaiserstraße und Herrenstraße mit Sicherheit wieder ein wahres El Dorado für kurzentschlossene Geschenke-Sucher. Dass in einem Haus an dieser Stelle der jüdisch-deutsche Schriftsteller und Anarchist Gustav Landauer am 7. April 1870 das Licht der Welt erblickt hatte, dürfte dabei aber nur den wenigsten Parfümerie-Kunden bekannt sein. Doch das soll sich künftig ändern. Eine Bürgerinitiative um den ehemaligen Grünen-Stadtrat Harry Block macht sich nämlich für das Platzieren einer Gedenktafel am Geburtsort von Gustav Landauer stark. Die Tafel soll an Gustav Landauers 150. Geburtstag im Rahmen einer Feierstunde öffentlich präsentiert werden. Außerdem soll an diesem Tag auch noch eine Gedenkvorlesung des Landauer-Experten Siegbert Wolf stattfinden und eine neue Wanderausstellung eröffnet werden. „Wir wollen diesen wichtigen Karlsruher endlich bekannter machen“, begründet Block seinen Vorstoß. Über die Karlsruher Liste (KAL) soll das Anliegen nun in den Gemeinderat gebracht werden. Außerdem will Block in den kommenden Tagen noch weitere Fraktionen des Gemeinderats sowie Gruppen aus dem links-liberalen Spektrum für diese Idee begeistern. Die aktuelle Aktion ist nicht der erste Versuch, um die Erinnerung an Gustav Landauer im öffentlichen Raum zu installieren. Bereits vor 15 Jahren forderte Block mit seiner Parteifreundin Gisela Splett in einem Antrag an den Gemeinderat die Benennung einer Gustav-Landauer-Straße und im November 2017 stieß die KAL mit einem Antrag ins selbe Horn. Nachdem Anfang April im Generallandesarchiv (GLA) 400 bislang unbekannte Aktenseiten zum Tod von Gustav Landauer gefunden wurden, brachte KAL-Stadtrat Michael Haug das Thema erneut in den Gemeinderat. Laut den GLA-Akten wurde der ehemalige Minister der sozialistischen Münchener Räterepublik am 2. Mai 1919 im Gefängnis München-Stadelheim von Soldaten schwer misshandelt und ermordet.

Pikante Randnotiz: In der Gemeinderatsdebatte am 24. November 2017 positioniere sich der damalige CDU-Stadtrat Albert Käuflein mit klaren Worten gegen eine Gustav-Landauer-Straße. Erstens sei die Verwechslungsgefahr mit der Landauer Straße zu groß, argumentierte Käuflein damals. Zweitens solle keine Straße nach einem „kommunistischen, (Bockmist, völlig falsch, GL war ein Kommunistenfeind, ob falsch zitiert oder tatsächlich gesagt,Anm. des Gründer der "Bürgerinitiative") sozialistischen Anarchisten“ benannt werden. In seiner heutigen Funktion als Kulturbürgermeister wählt er allerdings moderatere Töne. „Das waren lediglich pointierte Aussagen im Namen meiner Fraktion. Natürlich war Gustav Landauer eine wichtige Persönlichkeit“, sagt Käuflein. Einer Gedenktafel vor dem Geburtshaus sieht der Bürgermeister jedoch skeptisch. Der Grund: Laut dem städtischen Leitfaden für Erinnerungskultur sollen Gedenktafeln nur an den erhaltenen Geburtshäusern berühmter Persönlichkeiten und nicht an Nachfolgegebäuden angebracht werden.

Von solchen Vorgaben zeigt sich Block allerdings wenig beeindruckt. „Die Stadt hat zum Gedenken dieses bedeutenden Mannes genau Null-Komma-Null unternommen und muss nun neue Wege beschreiten“, sagt Block. Bislang gebe es noch nicht einmal einen Eintrag im digitalen Stadtlexikon. Dass Gustav Landauer eine wichtige Person der Stadtgeschichte ist, daran besteht für Block kein Zweifel. Schließlich verbrachte Gustav Landauer seine gesamte Jugend in der Fächerstadt und legte dabei den Grundstock für seine spätere Karriere als Publizist und Politiker. Nach dem Besuch des Humboldt-Realgymnasiums wechselte Gustav Landauer aufs Großherzogliche Gymnasium, das heutige Bismarck-Gymnasium, das er am 14. Juli 1888 mit der Abiturnote „ziemlich gut“ abschloss. Anschließend studierte er in Heidelberg, Berlin und Straßburg Germanistik und Philosophie. Nach einigen Jahren als Autor zog es den überzeugten Sozialisten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges nach München. Seine Familie war in Karlsruhe ebenfalls verwurzelt. Gustav Landauers Vater Hermann eröffnete 1872 ein Schuhgeschäft in der Langestraße 183. Unterstützung erhalten Block und seine Mitstreiter auch von Hansgeorg Schmidt-Bergmann. „In Karlsruhe haben schon deutlich weniger bedeutende Leute einen Straßennamen erhalten“, sagt der Vorsitzende der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe. In den vergangenen Jahren hat sich Schmidt-Bergmann intensiv mit der Person Gustav Landauer auseinandergesetzt und im vergangenen Jahr im Museum für Literatur am Oberrhein die Ausstellung „Liebe und Revolution. Zwischen Kunst und Politik“ über das Verhältnis von Gustav Landauer und seiner zweiten Ehefrau, der Schriftstellerin Hedwig Lachmann, konzipiert. „Es ist gut, dass man sich seit 20 Jahren auch wieder an die Vertreter der jüdischen Intelligenz wie Gustav Landauer oder Carl Einstein erinnert“, sagt Schmidt-Bergmann. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien viele bedeutende Juden bekanntlich vollkommen zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Es gab bereits Anträge für eine Straßen-Benennung EIN WAHRZEICHEN der Karlsruher Innenstadt war das Geburtshaus von Gustav Landauer in der Langestraße. Die Langestraße heißt heute Kaiserstraße. Das Geburtshaus wurde im Zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört. Archivfotos: Stadtarchiv GUSTAV LANDAUER wurde in Karlsruhe geboren.

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Hier eine Liste der Geistesrichtungen, Gruppen, Zeitgenossen die er beeinflußt hat, mit denen er kommuniziert hat, mit denen er befreundet war. Deutsche Jugendbewegung, den Expressionismus (Georg Kaiser, Ernst Toller, Alfred Wolfenstein), den deutschsprachigen Zionis-mus (Martin Buber, Ernst Simon, Hans Kohn, Robert Welsch, Arnold Zweig, Gershon Scholem, Nahum Goldmann, Hugo Berg-mann, Ludwig Strauß), den religiösen Sozialismus um Leonhard Ragaz, Eberhard Arnold, die Kibuzbewegung in Palästina, sowie unterschiedlichste Personen wie Else Lasker-Schüler, Margarethe Faas-Hardegger, Margarete Susman, Lida Gustav Heymann, Lou (Louise) Andrea Salomè, Ernst Bloch, Erich Mühsam, Rudolf Rocker, Fritz Mauthner, Augustin Souchy, Robert Bozansky, Max Nettlau, Herbert Wehner, Bruno Taut, Walter Benjamin, Ret Marut / B.Traven, Albert Camus, Oskar Maria Graf, Franz Jung, Leonhard Frank, Otto Gross, Theodor Plevier, Alfred Döblin, Hugo von Hofmannsthal, Max Brod, Franz Werfel, Theodor Heuss, Kurt Hiller, Richard Beer-Hofmann, Hugo Ball, Hermann Hesse, Paul Celan, Manès Sperber, Erich Fried, Peter Paul Zahl und Noam Chomsky. Quelle Siegbert Wolf und Andere /Begleitkatalog zur GL-Ausstellung Am 7. April 2020 wäre er 150 Jahre geworden.

Es wäre doch an der Zeit, entweder über den Gemeinderat oder einfach an den städtischen KulturentscheiderInnen vorbei etwas auf die Beine zu stellen. Er steht bis heute nicht in der Liste bedeutender Personen der Stadt, was eine Schande ist, …... da schweigt des Sängers Höflichkeit ( nicht lachen !), nein sie schweigt eben nicht..... Stadt Karlsruhe Der OberbürgermeisterSTELLUNGNAHME zum Antrag/ Änderungsantrag KULT-Gemeinderatsfraktion GRÜNE-Gemeinderatsfraktion Vorlage Nr.:2017/0630 2017/0738 Verantwortlich:Dez. 6 Zeitnahe Benennung eines Platzes oder einer Straße nach Gustav Landauer Gremium Termin TOP ö nö Gemeinderat 21.11.2017 25 X Bauausschuss (verwiesen aus GR) 01.03.2018 8 X Gemeinderat 20.03.2018 13.1 X Sein Geburtshaus lag in der Kaiserstraße 104 (Ecke Herrenstraße), schräg gegenüber in der Kaiserstraße 183 verbrachte er den Großteil seiner Kindheit. Beide Häuser existieren nicht mehr, an ihrer Stelle wurden Neubauten errichtet. Da der Nachfolgebau an beiden Standorten keinen Bezug zu Gustav Landauer hat, ist die Anbringung einer Gedenktafel an diesen Stellen nicht sinnvoll. Auf diese Stellungnahme des Dezernates 6 ist Folgendes zu antworten. Das ist eine ausgesprochen dürftige und natürlich nicht haltbare Argumentation, denn zwar hat Gustav Landauer seinen Namen nicht in die Mauern des Neubaues geritzt, aber ganz unabhängig von dem dort nach dem Krieg auf dem Grundstück neu errichteten Haus, der Ort ist doch derselbe und bei einem entschiedenen Pazifisten wie ihm, gibt es noch einen besonderen Grund dort ein Zeichen zu setzen, denn das Haus würde noch stehen, hätte man mehr auf ihn und die vielen Pazifisten gehört. Vereinfacht gesagt: genau der Sorte Leute wegen, die ihn ermordet haben, wurde Karlsruhe letzten Endes bombardiert und sein Geburtshaus zerstört. So ist das ! Müssen die Stolpersteine vorm Ständehauskomplex jetzt kritisch gesehen werden, weil sie vor dem Eingang der Stadtbibliothek auf dem Bürgersteig eingesetzt wurden ? Weil dort nun kein normales Wohnhaus mehr, sondern ein ganz moderner Zweckbau steht. Natürlich nicht. Aber da wird wohl mit zweierlei Maß gemessen. Da gibt es noch ein sehr gutes Beispiel: Die Gedenktafel an dem Ort, an dem Karl Drais 1851 gestorben ist, stellt in Ihrer Machart durch Einbeziehung eines Photos des schon 1898 abgerissenen Sterbehauses und eines weiteren Photos der im Prinz Max Palais zurückgehaltenen, völlig unversehrten Originalgedenktafel von 1893, eine sehr gute Verbindung von Historie und Gegenwart dar; schlägt einen schönen Bogen bis in die Zukunft. Für das Verständnis der unveränderbare Bedeutung eines Ortes ungeachtet seiner heutigen Bebauung muss in der Karlsruher Stadtverwaltung also noch geworben werden. Wenige hundert Meter entfernt leistet sich die Stadt eine besondere Peinlichkeit, denn am Eckhaus Pfarrer-Löw-Straße / Hebelstraße hängt seit über 120 Jahren eine falsche Gedenktafel--wenn auch in bester Absicht aber irrtümlich angebracht. Es gibt keinen Beleg dafür, daß Drais dort jemals gewohnt hat.

09/10.2019 | Draisfest im Gewerbehof am 6. Oktober

September 2019

Draisfest im Gewerbehof am 6. Oktober

 
Zuerst die g u t e Nachricht !
Sonntag, 6. Okt., gibt's ein Fest im DRAIS-MUSEUM, Steinstraße 23 im Gewerbehof / Radlerhalle
Von 11-18 Uhr wird für Kinder und Erwachsene ein vielseitiges Programm mit Musik, Bücherlesung und verschiedenen Wettbewerben für Kinder geboten.
Es geht aber auch um die Vorstellung des preisgekrönten Kinderbuches von UWE MAYER
„ Die Laufmaschine“, das mit seinen Zeichnungen und Texten die spannende Erfolgsgeschichte einer der nachhaltigsten Erfindung aller Zeiten von den Anfängen bis heute sehr anschaulich erzählt.


Nun die s c h l e c h t e Nachricht, die auch ein wenig eine gute sein könnte.
Das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais hat seine Dauerausstellung geschlossen.
Was die Darstellung von Leben und Werk des KARL DRAIS angeht möchte ich sagen e n d l i c h ! ! !
Was jetzt droht, ist ein dauerhaftes Verschwinden von zum Teil bedeutenden Exponaten zum Thema Drais .
Die Nachlaßlaufmaschine könnte genau das selbe Schicksal erleiden, wie die Originalgedenktafel von Drais` Sterbehaus, die seit sage und schreibe 121 Jahren
irgendwo im Fundus lagert, also dort, wo eine Gedenktafel größtmögliche Wirkung entfalten kann.

Ob jemals endlich etwas Fehlerfreies, Aktualisiertes und vor allem im Umfang Angemessenes für Karl Drais gezeigt werden wird, steht in den Sternen und hängt von Engagement und Kompetenz der noch zu findenden neuen Leitung von Stadtarchiv und Stadtmuseum ab. Natürlich auch von den übergeordneten Stellen.
Ständig wird Drais in Karlsruhe instrumentalisiert, aber eine angemessene, nachhaltige Würdigung fand in viel zu geringen Maße statt; im Gegenteil !
Die für das Bisherige Verantwortlichen hatten weder den Willen noch das Fachwissen der eigentlich selbstverständlichen Aufgabe gerecht zu werden. Das ist leider hinlänglich bewiesen und über Karlsruhe hinaus bekannt.

Hoffentlich lassen sich „Die Neuen“ mindestens an den Stellen beraten, an denen zB seit Jahrzehnten (!) vom Stadtmuseum/ Stadtarchiv Karlsruhe falsch deklarierte Archivalien / Zeichnungen / Photos an wichtige überregionale Portale weitergegeben werden.

Bis dahin steht den Einzelbesuchern, Gruppen und Schulklassen das neue Karl-Drais-Museum zur Verfügung,...... fast 40 Stunden die Woche geöffnet !

Martin Hauge, September 2019

01.06.2019 | Radschnellwegeröffnung Böblingen/Sindelfingen - Stuttgart

01. Juni 2019

Radschnellwegeröffnung Böblingen/Sindelfingen - Stuttgart

2019 | Anmerkungen zu Karl Drais´ 234. Geburtstag

29. April 2019

Anmerkungen zu Karl Drais' 234. Geburtstag

Es kann nicht gesagt werden, es hätte in den letzten Jahren zu wenige Veranstaltungen in Karlsruhe gegeben, bei denen sein Name in irgendeiner Weise verwendet worden wäre.

Aber kaum sind die großen Termine und Jubiläen abgefeiert, bei denen mit Drais teils sehr oberflächlich in vielfacher Weise geworben worden war, ... da fällt das einst fest versprochene Gedenken an ihn einem „unerklärlichen“ Versagen der Ämter dieser Stadt zum Opfer, da wird sein Geburtstag einfach vergessen, da ist sogar das  zuviel; jedenfalls zu viel für diese Stadtverwaltung,
denn sie hat ja so unglaublich viele andere unendlich wichtige Aufgaben …....,
die ganz tolle U-Bahn, der tollere Tunnel, das neue Stadion, die Staatstheaterbaustelle, das Forum Recht; sicher habe ich was vergessen.

Bei den hunderten von Millionen Euro, die da so durch die Haushalte strömen, da war in diesem Jahr kein Geld für Drais übrig...
nicht mal für ein Blümchen am Denkmal.
Ach ja, den Titel „Fahrradfreundlichste Stadt“ den pappen sie sich gerne ans Revers, diese ignoranten Heuchler.

"Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,..."
         J.W.v. Goethe


Martin Hauge, 29.4.2019

2019 | Karl Drais Museum 76133 Karlsruhe, Steinstr. 23, Eintritt frei!

Januar 2019

Karl Drais Museum
76133 Karlsruhe, Steinstr. 23 im Gewerbehof
E i n t r i t t   f r e i !

Hunderte Abbildungen, Photos, Plakate, Texte, Infomaterial, sehr viel (ausleihbare) Fachliteratur, eine Leseecke, eine Laufmaschine für Testfahrten (nach Absprache) und weitere Exponate stehen Ihnen zur Verfügung.

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In der Regel gelten diese Öffnungszeiten:
Dienstag      11 – 18.30 Uhr
Mittwoch     11 – 18.30 Uhr
Donnerstag 11 – 18.30 Uhr
Freitag          08 – 19.00 Uhr
Samstag       10 – 15.00 Uhr

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2018 | Veröffentlichung SCHWARZbuch

Dezember 2018

Ankündigung der Veröffentlichung eines
Karl Drais SCHWARZbuches:

Karlsruhe und andere Tatorte

1817 - 2017

 

auf dieser Internetseite im Jahr 2019

Vorläufige Namensliste der erwähnten Personen:

Asche, Susanne

Beil, Christine
Belling
Bräunche, Ernst Otto
Braun, Andreas
Brechter

Dahmen, Josef
Draisschule /Drais Gemeinschaftsschule Karlruhe ,

Ebeling, Hermann
Edelsheim, Ludwig Wilhelm, Freiherr von
Eger, Rudolf
Egler, Carl
Ellrichshausen, Friedrich, Freiherr von
Etzold, Kirsten

Feldhaus, Franz-Maria

Gutzkow, Karl
G., Herr von G.

Hartenstein
Hegewald, Leonhard
Hoffmann, Carl
Hug, Wolfgang

Joller, Simon

Krause, Pierre M.,

Meidinger, Heinrich
Mentrup. Frank
Müller, Tobias

Peter, Joseph Ignaz,
Pietsch, Jost
Pretsch, Peter

Schweikle, Johannes
Seubert, Max senior
Seubert, Max junior
Spengler, Christina
Streicher, Johann Baptist

Tulla, Gottfried

Wedekind, Karl Ignaz
Wüst, Christian

Zarberg, Ilka

2018 | Wenn Drahtesel Geschichten erzählen

2018 | Tamborathese bewiesen

Sept. 2018: 
Tamborathese bewiesen!

Es gilt eine gute Nachricht zu verbreiten:

Ein wichtiger Archivfund in Dresden hat das letzte fehlende Glied in einer schon vorher sehr plausiblen Argumentationskette zu Tage gefördert. Im November 1817 hatte Karl Drais ein nun im Original entdecktes Patentgesuch an den sächsischen König Friedrich August den 1. gerichtet, in dem sich eine unter Berücksichtigung der Zeitumstände - Zensur und wieder höhere Verfügbarkeit von Pferden nach den Mangeljahren 1812-1815 und dem Katastrophenjahr 1816 - eindeutige Formulierung findet:

Zitat:
"seine Schnelligkeit mehr als verdoppelnden,
dabey so wohlfeilen, besonders im Sommer die anderwärts viel beschäftigte Pferde und ihre Kosten sparende Maschine - bereits im großen Publikum, laut der Zeitungen und Journale, anerkannt ist, auch pracktisch in meiner Gegend schon viele dieser Maschinen roulliren, ......."

Dieses Selbstzeugnis von Drais beweist endgültig die Richtigkeit der sogenannten Tamborathese des Draisbiographen Hans-Erhard Lessing.
Die Kritik an der „These“ wurde in vielen z.T. entbehrlichen Texten geäußert. Auch die diversen Trittbrettfahrer dieser Kampagne sind nun widerlegt.

Dümmliche Formulierungen von Autoren wie Christian Wüst (Der Spiegel) oder das monomane Gegifte eines Herrn Jost Pietsch (München) sind nun ganz deutlich als das zu erkennen, was sie immer waren: Irrtum und Fehldarstellung bis hin zu destruktiver, teils beleidigender Polemik !

Peinlich, peinlich !

2018 | Würdigungsstätte des Fahrrades

Herbst 2018: 
Was spricht dagegen: Karlsruhe zur Würdigungsstätte des Fahrrades zu machen ?

Vollmundig wurde ja vor Wochen beim Mobilitätsfest 2018 bereits von höherer Stelle getextet:
„Unzweifelhaft ist Karlsruhe die Hauptstadt der Mobilität“ …. oder so ähnlich.

Warum sollte dieser Satz nicht im Bezug auf das am weitesten verbreitete Fahrzeug weltweit ganz ernst genommen werden und Karlsruhe zur
Würdigungsstätte des Fahrrades werden ?

Warum soll in der Heimatstadt seines Erfinders nicht ein Projekt verwirklicht werden, das so überfällig, vielseitig, nachhaltig und ausstrahlungsstark ist, wie der hiermit angekündigte „Walk of frame“ (Arbeitstitel).

Ein Projekt, das Karlsruhe zu dem Ort (weltweit) machen würde, an dem diesem Fahrzeug angemessen gehuldigt wird. Seine Beteiligungs- und Wirkmöglichkeiten in Verbindung mit dem Internet sind nahezu unbegrenzt.

Ja, das sind große Worte, aber wenn wir das Projekt demnächst öffentlich vorstellen, wird sich jeder selbst eine Meinung bilden können.
Mehr wird hier noch nicht verraten.

Martin Hauge, September 2018

2018 | Erfreuliches ist zu melden:

Das Deutsche Museum München verlängert seine sehr gelungene Ausstellung zum 200. Geburtstag der Erfindung des Urfahrrades durch Karl Drais bis zum 4.November!
Im Verkehrszentrum an der Theresienwiese ist unter dem Titel „Balanceakte“ eine breite Palette an exclusiven Exponaten zur Geschichte des Fahrrades geboten, die mit diversen Themenräumen und ihren vielen   Hintergrundinformationen unbedingt sehenswert ist.

2018 | Waldweg nach Karl Drais benannt

Dankenswerterweise hat sich schon im Jubiläumsjahr auch das Forstamt Karlsruhe an den ehemalige „Kollegen“ Karl Drais erinnert und einen Waldweg im Hardtwald ganz offiziell dem Erfinder und Demokraten gewidmet. Vorbildlich !

Das Verbindungsstück zwischen Friedrichstaler und Stutenseer Allee, das südostlich Richtung Waldstadt läuft, wurde mit einem Schild versehen und erinnert in Zukunft an Karl Drais, dessen Onkel (Georg) die „nachhaltige Forstwirtschaft“ uA. Im Murgtal eingeführt hat

DANKE !

Die Linkenheimer Allee hieß übrigens zu Zeiten der Stadtgründung Drais Obrist; nach dem Bruder seines Urgroßvaters !

 

Auszug aus Stadtplan mit Karls Drais Weg im Staatswald Karlsruhe zwischen Stutenseer Allee und Friedrichstaler Allee

2018 | 200 Jahre Laufmaschinen in Paris

https://velocipedistes.com/

Ein weiteres wichtiges Jubiläum ist zu vermelden.
Im Frühjahr 1818 kamen die ersten Drais´schen Laufmaschinen nach Frankreich, über Strasbourg und Nancy nach PARIS.
Karl Drais selbst fuhr erst im Herbst 1818 mit seiner Laufmaschine über dieselben Orte nach PARIS.

Diesen Anlaß feierten Montag, 2.4.2018 Aktivisten der l’association Paris Velocipedia und ein Gast aus Karlsruhe ab 12°° im Jardin du Luxembourg mit einer Laufmaschinenvorführung, einem Picquenique, anschließend, ab ca.14°° Uhr fuhren diese fünf Laufmaschinenfahrer in historischen Kostümen zu verschiedenen wichtigen Orten der Draisinengeschichte. An den einzelnen Stationen werden die historischen Zusammenhänge erklärt. Die Veranstaltung endete gegen 17°°.

Große Laufmaschinenvorführung an historischen Orten in Paris.
Als die Laufmaschine nach Frankreich kam, 5.April 1818, Jardin du Luxembourg, vor 200 Jahren.

https://ladraisienneaparis2018.wordpress.com/participants/

Ein Hoch auf die Veranstalter ! Ein dokumentarischer Film ist in Arbeit und bald im Netz; Link folgt.

2018 | Doppelmeldung Auf nach Paris !

Doppelmeldung 12. März 2018

Meldung 1

Auf nach Paris !

Am 2. April 2018 findet im Jardin du Luxembourg eine große Veranstaltung zum 200. Jubiläum der Vorführung der Laufmaschinen in Frankreich statt!
Infos unter: http://forum.tontonvelo.com/viewtopic.php?f=3&t=36149

Meldung 2

Aus demselben Anlass fahren zwei Sportwissenschaftler unter möglichst gleichen Bedingungen wie Karl Drais und seine Helfer damals von Mannheim über Karlsruhe, Kehl und Nancy nach PARIS
Infos unter: http://www.exyle.de/

2018 | Glückwunsch zum 80., H.E. LESSING

26. Februar 2018

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Hans-Erhard LESSING !

Was sollen hier viele Worte. Wir verdanken ihm fast alle bahnbrechenden Erkenntnisse über KARL DRAIS und entscheidende Aspekte der Technikgeschichte ! Wir wünschen ihm Gesundheit und weiterhin viel Freude und Erfolg bei seiner Arbeit. Viele Grüße nach Koblenz !
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2018 | Der neue Lessing ist da

14. Februar 2018

ENDLICH: Der neue Lessing ist da

Eine klaffende Lücke auf dem Sachbuchmarkt ist nun sehr, sehr spät geschlossen worden.

Leider erst nach dem Draisjubiläum ist jetzt das aktualisierte, um Wichtiges ergänzte, vielfach bebilderte aber kompakte neue Standardwerk über Karl Drais und den Beginn der Automobilität des Drasibiografen Hans-Erhard Lessing erschienen! Für jeden Interessierten, der bei diesem komplexen Thema seriöse Orientierung sucht ein „Muß“, ein unumgängliches Werk. Die vergangenen Jahre, mit Ihren - von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen - insgesamt inhaltlich meist oberflächlich bis grob fehlerhaft Texten in multimedialen Beiträgen, machen dieses Buch so wichtig.

Die beiden schlechtesten Editionen des Jubiläumsjahres, der Tiefpunkt der tendenziösen, vermeintlichen Fachliteratur von Frau Christine Beil und die schlimme Romanbiographie des Herrn Johannes Schweikle, werden von Lessings Buch, den in Jahrzehnten intensiver Arbeit von ihm zusammengetragenen Fakten und seinen schlüssig begründeten Aussagen ganz eindeutig zu dem gemacht, was sie sind. Zu vernachlässigende, überflüssige Randerscheinungen der Bücherszene, die bestenfalls als exemplarische Belege für die vielfältigen - bis heute anhaltenden - Verleumdungen einer Persönlichkeit, der die Menschheit viel verdankt und bis heute Rehabilitation schuldet, taugen.

Es steht so nicht im Netz, es steht hier:

Hans-Erhard Lessing:
Wie Karl Drais das Fahrrad erfand
182 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
Lauinger Verlag, Karlsruhe
ISBN 978-3-7650-8431-7
19,90 €

2018 | Sonderausgabe Draisjahr

Kein „Streit um des Kaisers Bart“

K e i n „Streit um des Kaisers Bart“ sondern mehr

Zum Doppelinterview in der BNN vom 17.11.2017, Lessing — Bräunche

20. November 2017

Dankenswerter Weise greift die BNN im ausklingenden Jubiläumsjahr das Thema Karl Drais noch einmal auf.

>> zum Artikel

Ein solches Jahrhundertjubiläum erfordert eben wesentlich mehr als die vielen Veranstaltungen zum Thema Karl Drais, die allein in Karlsruhe sicherlich viel Aufmerksamkeit erregt haben.

Das Meiste hatte aber eindeutig
E v e n tcharakter.
Schön und gut, aber nicht genug !

In diesem Interview wird nun die uralte Problematik des Umgangs mit Drais (nicht nur) in Karlsruhe wenigstens in Umrissen deutlich.

Daß die überlieferte Darstellung von Leben und Werk des Karl Drais den grundlegenden Erkenntnissen der neueren Draisforschung (Lessing) in vielfacher Hinsicht nicht annähernd gerecht wird, hat sich auch Dank des Jubiläums mittlerweile vielerorts herumgesprochen. Leider gilt das in Karlsruhe so nicht.

Einer der in der BNN Befragten, der Stadtarchivar Ernst Otto Bräunche, ist aber ein Teil des Problems.

Er hat in verantwortlicher Position seit mehr als zwei Jahrzehnten bewiesen, wes Geistes Kind er - wenn es um Karl Drais geht - ist.

Er hat eine aktuelle und objektiv fehlerfreie Draisdarstellung z.B. im Stadtmuseum KA bis heute nicht geleistet, mußte in den vergangenen Jahren mehrfach „zum Jagen getragen werden..“ was ihn in der Summe eigentlich für dieses Interview disqualifiziert.

Immerhin zeigen uns Teile seiner Einlassungen im Interview was von ihm in Zukunft beim Thema Drais zu erwarten ist; nämlich wenig bis nichts....außer seiner in diesem Jahr mehrfach ausgeübten Tätigkeit als selbsternannter Zensor.

Da bleibt er sich treu und uns leider noch etwas erhalten.
Er hält Drais tatsächlich für genügend gewürdigt, stellt in provokanter Weise plausibelste bzw. längst bewiesene Erkenntnisse des Draisbiographen Lessing in Frage.

Er verantwortet im Stadtmuseum einen mangelhaften Text von gut fünfzig Zeilen und auch sonst dort eine Draisdarstellung (mit teils unsinnigen Abbildungen aber einem Stadtplan mit blauen Lämpchen !!), die jeden Fachmann schaudern lassen.

Das kann allerdings keine größeren Schäden mehr verursachen, denn das Museum wird demnächst wohl nicht nur wegen Umbaues geschlossen.

Ein seit langem vorgeschlagenes Draismuseum (damit kennt er sich aus,s.o) hält er nicht wirklich für erforderlich, denn abgesehen davon, daß Herr Bräunche so ziemlich als einer der Letzten noch immer nicht begriffen hat, daß das Thema Drais weit über Technik (wahrlich nicht sein Fach) hinausgeht, abgesehen davon hält er Drais und auch Karl Benz für „Zwei Karlsruher auf Abwegen“.

In einer sehr entbehrlichen Ausstellung (Herbst 2015) müht er sich in diesem Sinne sehr uns diesen Quatsch nahezubringen.

Statt seine Arbeit endlich zu tun, versucht er nun mit wechselndem Erfolg Karl Drais sein abgelegtes „von“ wieder zu verpassen, womit er allerdings sehr, sehr allein ist. Dabei hilft ihm nur noch die Draismisographin Christine Beil, deren Veröffentlichung in diesem Jahr eine ehrlich beeindruckende Menge von Behauptungen brachte, die teilweise fragwürdig, falsch und frech genannt werden müssen.

Schade daß der OB seinen Namen unter das Vorwort dieses „Werkes“ gesetzt hat; vermutlich ohne es gründlich gelesen zu haben.

Für mich und nicht wenige Andere ist dieser Herr Stadtarchivar mit seinem teilweise „speziellen“ Berufsethos zwar ein Ärgernis, aber das Ende seiner Dienstzeit ist ja absehbar.

Am Ende dieses Drais-Jahres wird an dieser Stelle eine Zwischenbilanz zu ziehen sein, wird an Gelungenes und weniger Gelungenes zu erinnern sein.

Das Jubiläum hat endlich mehr Aufmerksamkeit für Karl Drais gebracht. Der Schwung dieses Jahres sollte für nachhaltigere und kontinuierliche Arbeit am Themenkomplex Drais/Fahrrad für die Zukunft genutzt werden; gerade in seiner Heimatstadt !

Und ein Haus, in dem Drais endlich seiner weit über die Technik hinausgehenden Bedeutung korrekt und umfassend dargestellt wird, ist dringend erforderlich; ob das Herr Bräunche begreift oder nicht !

Martin Hauge, 20.11.2017

Tambora für (Denk-)Anfänger:

Drais'sche Neueste Nachrichten November 2017

Tambora für (Denk-)Anfänger:

12. November 2017

Die Vulkan-Katastrophe von 1815 und ihre Folgen:
Als vor zweihundertundzweieinhalb Jahren in Indonesien ein Vulkanausbruch mit der Sprengkraft von etwa 130.000 Hiroshima-bomben ungefähr 100.000 Menschenleben forderte, konnte sich gewiß niemand vorstellen, daß dieses Unglück später zu einer der folgenreichsten, ja erfolg- reichsten Erfindungen der Menschheit wesentlich beitragen würde.

Aber gehen wir noch etwas weiter zurück und versuchen uns die Gedanken eines jungen Erfinders vorzustellen, der während oder kurz nach seinem Studium in Heidelberg, durch Zufall auf ein ihn von da an beschäftigendes Problem gestoßen wurde; stellen wir uns also den jungen Karl Drais in Schwetzingen, genauer gesagt im Schwetzinger Schloßpark, vor, und stellen wir uns vor, was ihm durch den Kopf ging, als er das pferdelose Fahrzeug des Kurfürsten zum ersten mal sah; vielleicht sogar fahren sah. Wir sind etwa in den Jahren 1806 - 1808. Der Jahrzehnte zuvor aus England eingeführte Gartenphaeton, ein wirklich schönes, zugleich sehr ineffizientes, durch die Muskelkraft eines Bediensteten angetriebene Fahrzeug, erreichte etwa Schrittgeschwindigkeit trotz großer Anstrengungen des Fahrers, der deswegen nach kurzer Zeit abgelöst werden mußte.

Einen Mann wie Karl Drais, der immer wieder seinen Drang zur Problemlösung, Verbesserung von Wirkungsgraden und zur Nachhaltigkeit gerade auf dem Gebiet der Fortbewegung bewiesen hat, kann die offensichtliche Unvollkommenheit dieses Antriebssystems nicht kaltgelassen haben. Aber gehen wir ein paar Jahre weiter, ins zweite Jahrzehnt des Jahrhunderts. Die Napoleonischen Kriege haben viele hunderttausende Menschenleben gekostet ...und natürlich auch kriegsbedingten Pferdemangel verursacht. Viele Felder sind verwüstet; eine Reihe von vier Mißernten setzt ab dem Jahr 1812 ein. Karl Drais hat spätestens 1813 weiter über pferdelose Fortbewegung nachgedacht und führt im Dezember 1813 in Karlsruhe seine Fahrmaschine I mit Tretmühlenan-trieb vor; ein erster, konkreter Lösungsversuch. Wenige Wochen später, im Januar 1814, schreibt er : „In Kriegszeiten, wenn Pferde und ihr Futter selten werden, … könnten solche Wagen nützlich sein...!“ Monate später stellt er dann in Wien seine bereits deutlich verbesserte Fahrmaschine II mit Kurbelantrieb vor. Ein folgerichtiges Vorgehen, das von folgenden Motiven getragen sein dürfte: Einmal von grundsätzlichen Überlegungen zur Verbesserung der (pferdelosen) Fortbewegung,

Dann der Pferdemangel, ausgelöst durch zwei Faktoren; nämlich die 1812 beginnenden Mißernten und die napoleonischen Kriege.

Und nun kommt nach vier Mißernten das Jahr 1816, „das Jahr ohne Sommer“. Die Aschewolken des Tamboraausbruchs von 1815 erreichen Europa und führen bis weit in das Jahr 1817 hinein zu einer dramatischen Verstärkung der bereits vorhandenen Mangelsituation für Mensch und Tier; also zweifelsfrei ein verstärkendes Moment für eine Intensivierung der begonnenen Arbeit !

Wer will diesen Zusammenhang ernstlich bezweifeln ?

Das ist doch alles höchst plausibel und nur wegen der damals herrschenden Zensur und bis jetzt leider noch nicht entdeckter, weiterer persönlicher Aufzeichnungen von Drais kaum dokumentiert.

Niemand weiß zur Zeit, ob Drais ohne die einschneidenden Folgen des Jahres 1815 seine Überlegungen und Experimente zur pferdelosen Fortbewegung überhaupt fortgesetzt hätte. Freuen wir uns, daß er es tat.

Konzert für Karl Drais - Z E I T D R A I S E

Drais'sche Neueste Nachrichten November 2017

Konzert für Karl Drais - Z E I T D R A I S E

16.November - 19.30 Uhr, in der Kleinen Stadtkirche

Eingebettet in Musik von Bach, Ligeti, Purcell, Berg, Treiber, Beethoven, Sardaryan und Boccherini erlebt ein eigens für diesen Anlass als Auftragsarbeit komponiertes Musikstück des Percussionisten Frank Thomè (Karlsruhe) an diesem Abend seine Uraufführung.
Als Instrument verwendet der Musiker ein Fahrrad !!

Weitere Informationen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Veranstalter: Ensemble Zeitlose Musik

Neuester, trauriger Zwischenstand

Drais'sche Neueste Nachrichten 16. Oktober 2017

Neuester, trauriger Zwischenstand

Es wäre so schön gewesen, aber alle 5 Draisaufkleber wurden entwendet!

Was vor einigen Wochen als Zeichen der Erinnerung an Karl Drais in bester Absicht gedacht und vorgestellt worden war, die Bodenaufkleber von KTG/KEG und Danke-Karl-Drais an 5 ausgewählten und wichtigen Stationen, ist durch Vandalismus oder gar eine gezielte Aktion derzeit in Frage gestellt.

War schon am Tag der öffentlichen Vorstellung bereits ein Aufkleber verschwunden, ein weiterer stark beschädigt; sind nun, nach Wideranbringung der Fehlenden, alle 5 Aufkleber weg!!

Sie sollen wohl noch einmal ersetzt werden, Hoffentlich in einer etwas weniger leicht zu entfernenden Version, aber eine grundsätzlich nachhaltigere Lösung, die auch nicht wesentlich teuerer gewesen wäre, scheint im Rückblick wesentlich sinnvoller.

Wenn ernsthaft etwas für Drais getan werden soll, darf das an ein paar Euro nicht scheitern, denn die Stadt und wir alle profitieren schließlich in jeder Sekunde von seiner Haupterfindung, oder? Bis jetzt hat die ganze Aktion inkl. Vorlaufzeit mehr als sechs Monate Zeitaufwand erfordert, ... die Aufkleber waren bis jetzt keine Woche vollständig zu sehen........, traurig !!

Ein bischen Heimat für Karl Drais oder ...

Drais`sche Neueste Nachrichten 8. September 2017, vormittags

Ein bischen Heimat für Karl Drais oder 5 Quadratmeter gegen das Vergessen.

Als am frühen Vormittag des 8.Septembers der erste der fünf Bodenaufkleber für Karl Drais am Schloßplatz angebracht wurde, da gab es etwas zu feiern; da wurde erstmals überhaupt seitens der Stadt irgendetwas einigermaßen dauerhaftes zur Erinnerung an Drais im öffentlichen Raum der Innenstadt getan; ja, das ist ein Grund zur Freude,

aber,

es ist gleichzeitig eben auch beschämend. Denn bis zu diesem Freitag ist absolut nichts in dieser Hinsicht jemals unternommen worden.Endlich ist ein Anfang gemacht ! 166 Jahre nach seinem Tod. Unter einem besonders guten Stern scheint dieses Projekt allerdings nicht zu stehen, denn am Tag der offiziellen Vorstellung der fünf Punkte war einer bereits vollständig verschwunden, ein zweiter stark beschädigt. Beide werden natürlich umgehend ersetzt. Auch wenn die technische Umsetzung keine besondere Lebensdauer verspricht, ist das vielleicht auch eine Stärke der Aktion, denn wenn die Aufkleber nicht mehr lesbar sind, finden sich hoffentlich Menschen, die eine Weiterführung oder eine Ausweitung der Erinnerungsarbeit verwirklichen helfen.

Beinahe wäre diese kleine, schöne Aktion der Karlsruher Tourismus GMBH (KTG), der Karlsruher Event GMBH (KEG) auf Seiten der Stadt und Mitgliedern des Draisnetzwerkes „Danke Karl Drais“ aber verhindert worden; wäre beinahe einem Störmanöver und der Textzensur aus dem Stadtarchiv zum Opfer gefallen !

Fortsetzung folgt bald

Ab sofort: München statt Mannheim

Drais`sche Neueste Nachrichten im August 2017

Ab sofort: München statt Mannheim

www.deutsches-museum.de

Fast unbemerkt ist am 27. Juli in München die wichtigste und umfangreichste Ausstellung zum Jubiläum der Erfindung der Laufmaschine eröffnet worden.
Vor allem fällt sofort positiv auf, daß, anders als in Mannheim, deutlich mehr Wert auf die Vermittlung von Wissen um die Zeitumstände gelegt wird; ganz abgesehen von der Fülle der Exponate.

Das größte Defizit der Mannheimer Ausstellung war ja die bedauerlich unvollstän-dige Darstellung des Themenkomplexes. Die Chance einem breiten Publikum end-lich mehr über Karl Drais zu vermitteln wurde leider weitgehend vertan.

Über die vielfältigen Gründe zu sprechen, fehlt hier der Platz; wird aber bald nachgeholt.
Allen Interessierten wird ein Besuch in München dringend empfohlen !
Die Ausstellung läuft bis Juli 2018 .

Endlich; nach 166 Jahren !

Drais`sche Neueste Nachrichten im August 2017

Endlich! Nach 166 Jahren !

Eine erfreuliche Überraschung erwartet uns in der Karlsruher Innenstadt. Was von verschiedener Seite schon sehr, sehr lange vorgeschlagen wurde und spätestens seit dem Jahr 1891 hätte geschehen können, ja müssen, wird in diesen Tagen wahr.

Der erste ehrliche Schritt zu einer nachhaltigen, dauerhaften Sicherung des Erbes von Karl Drais in der Innenstadt seitens einer offiziellen städtischen Stelle wird nun in Zusammenarbeit mit Privatleuten getan.

Ein großer stadtgeschichtlicher und kul-tureller Gewinn ! Weitere Schritte in gleicher Richtung von Seiten der Stadt sollten unbedingt folgen. Wir werden jedenfalls nicht aufhören zu versuchen auch andere Teile der Stadtver-waltung zu überzeugen; trotz aller Widerstände und Quertreibereien bestimmter Damen und Herren !
Das verspreche ich.

Endlich! Radrennbahngedenktafeln im ZOO

Drais`sche Neueste Nachrichten im Juli 2017

Endlich! Radrennbahngedenktafeln im ZOO

Erfreuliches gibt es aus dem ZOO/Stadtgarten zu berichten:

Vor kurzem wurden am Lauterberg die bereits hier angekündigten Bild-/Text tafeln für KARL DRAIS, die Geschichte der von 1890-1896 bestehenden "Radrennbahn am Rennbahnsee" und den Lauterberg selbst aufgestellt.

Trotz des vom Stadtarchiv stark reduzierten,inhaltlich zensierten und verschlimmbesserten Textes, ein nachhaltiges Stück Wissensvermittlung zu Drais und damit zur Stadtgeschichte; denn die Radfahrbahn, die ihre vorübergehende Existenz auch ganz eindeutig der Draisverehrung und Ihrem Höhepunkt 1893 verdankt, war vielen bisher nicht bekannt.

Die Buchkritik

Drais`sche Neueste Nachrichten 26. Juni

DIE BUCHKRITIK: Johannes Schweikles neue Draisdiffamierungen.

Die abenteuerliche Fahrt d.Herrn v.Drais
162 Seiten, Klöpfer und Meyer

Viele, sehr viele, haben beschlossen, die Welt in diesem Jahr um unentbehrliche Texte zum Thema Karl Drais zu bereichern.
Auch der Autor des Gegenstandes unserer vorübergehenden Aufmerksamkeit hat sich vorgenommen am Draisjahr zu partizipieren.
Aus welchem Motiv erschließt sich nicht genau. Ja, er hat versucht sich gründlich vorzubereiten, wie wir im „Rückstrahler“ erfahren.
Das hat leider nicht gereicht.

Ich will es kurz machen:
Wer die Hauptperson, den Helden seines Buches, offensichtlich nicht mag; über einen berühmten Mann, der bis heute aus unterschiedlichen Richtungen und Gründen falsch dargestellt, verleumdet oder verschwiegen wird, in solcher Weise schreibt wie Herr Verschweikle, der hätte doch besser geschwiegen ! Ja, die dichterische Freiheit.....ja,ja! Wir erfahren Dinge, die er nicht wissen kann, oder besser wissen müsste, oder die wir garnicht „wissen“ wollten !

Ich wollte es kurz machen:
Schweikle führt Karl Drais, nachdem er ihn wenige Seiten vorher noch folgendermaßen charakterisierte. Zitat: „Er war halt Förster, ein verträumter Waldmensch eben“ (Aha !) dann ganz massiv negativ ein . Meine Güte, was soll das ? Zitat: „Der Fremde an der Tür (Drais Anm.d.R.) sah aus wie eine Witzfigur: dicker Kopf mit Pudelaugen, die nicht wußten, wohin sie gucken sollen. Er ging gehemmt, wie ein Stubenhocker, der zu wenig Bewegung hat. Außerdem war der Mann klein und hatte ein mopsiges Gesicht ! Zitat Ende.

Obacht, eben noch verträumter Waldmensch --jetzt plötzlich Stubenhocker, und dann gleich zwei Hunderassen, sollte es ein Tierbuch werden ? Damit noch nicht genug, wenig später legt er nach und erklärt: „Mann würde nicht glauben, daß der Mann zu Fuß unrund daherkam, gehemmt und hinkend.“

Dann faselt er etwas von „nasenblind“! Im Ernst behauptet er, Drais habe wohl zu wenig Körperpflege betrieben, ... habe durch einen Sturz bei der Fahrt in Baden-Baden seinen Geruchssinn eingebüßt.....! Ach Johannes !

Ich erspare uns die kleinen sexistischen Entgleisungen, die in Verbindung mit Drais`angeblichen sexuellen Vorlieben aus dem wohl etwas verklemmten Autoren-hirn quellen. Woher nimmt er die Frechheit so einen Mist zu erfinden...........nein, das ist kein Grund das Buch zu lesen....bitte nicht !

Wem`s noch nicht reicht, hier noch eine technisch falsche Behauptung, die ihm zwar in seinen Text zu passen scheint, die aber echte Wissenslücken offenbart.

Schweikle läßt seinen zweiten Helden die enorm erhöhte Geschwindigkeit auf einer Michauxline genießen......(einem der ersten Kurbelfahrzeuge).
Er weiß offenbar nicht, daß die Drais`schen Laufmaschinen schneller als die doppelt so schweren Velozipede waren. Ach, als Technikhistoriker taugt er also auch nicht wirklich unser Theologe . Wofür brauchen wir dann sein Buch ? Für seine neuen Diffamierungen ? Ganz sicher nicht !

Vielleicht irgendwie eventuell ein bisserl gut gemeint, aber leider völlig misslungen. Solche Bärendienste braucht Karl Drais wirklich nicht auch noch. Vielleicht schreibt er ja mal was über Jagdhunde und Ihre Rassen im Tübinger Schloßforst, dort wo der Försterinnen starker Busen wogt und stramme Burschen ehrlich um sie freien.

Lieber das Telefonbuch rückwärts lesen.

Erinnerungstafeln für die K'her Rennbahn

Juni 2017, Karlsruhe STADTGARTEN:

Erinnerungstafeln für die Karlsruher Rennbahn und Karl Drais

Interview mit dem Initiator Martin Hauge:

DNN: Herr Hauge, wann hatten Sie die Idee ? H.: Vor über einem Jahr !

DNN: Beschreiben Sie kurz die Idee. H.: Die etwa sieben Jahre, von 1890 bis 1896, am Lauterberg existierende sogenannte „Radfahrbahn“, ist vielen KarlsruherInnen und den Besuchern des Stadtgartens nicht bekannt; und da sie untrennbar mit dem Höhepunkt der Draisverehrung verbunden ist, wollten wir spätestens im Jubiläumsjahr der Laufmaschinen- Erfindung daran erinnern.

DNN: Wer ist wir ? H.: Das sind Herr Gass, der langjährige Betreiber der Gaststätte am Lauterberg, ein echter Draisfan, und ich. Herr Gass hat eine ähnliche Idee zur Bewahrung der Geschichte der „ Brunnenstube“ und des Schwarz-waldhauses schon seit Jahrzehnten, wurde aber bisher nie unterstützt.

DNN: Und warum sind Sie nun, so kurz vor der Umsetzung aus dem Projekt ausgestiegen ?

H.: Weil der anfänglich sehr kooperative Zuständige beim Gartenbauamt die Erarbeitung der Texte für die Tafeln den - was Karl Drais angeht - notorisch überforderten Leuten vom Stadtarchiv überlassen hat; mit dem erwartbaren Resultat. 

Staunend mußte ich dann lesen:

die Tafeln müssen der offiziellen städtischen Geschichtsinterpretation entsprechen !!!

Das offenbart nicht nur ein trauriges Verständnis vom Umgang mit der Geschichte, klingt nach vergangenem Jahrhundert, sondern ist auch ein Affront gegen die Leute, die sich die Fehlleistungen des Stadtarchives so nicht länger gefallen lassen wollen.

Ach, hätte er doch mehr Vertrauen zu den Draisexperten gehabt; denn dort, im Stadtarchiv herrscht beim Thema Drais ein bedauerlicher Ungeist; aber das hat sich ja schon weit herumgesprochen.

Schweizer Wissenschaftsmagazin scheitert ...

Do., 8. Juni 2017, DRF 2

Schweizer Wissenschaftsmagazin scheitert bei Laufmaschinentest an eigener Unfähigkeit !!

https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/der-anfangserfolg-des-zweirads-muss-ein-mythos-sein

Begleittext zum Video bringt teilweise indiskutable Behauptungen. Redakteur räumt zwar Fehler ein, will aber Schlußfolgerungen des fehlgeschlagenen Versuches stehen lassen.

Das hat mit Wissenschaft und einer seriösen Darstellung leider wenig zu tun; es lebe das fake-news-Zeitalter !

Einstein wäre sehr traurig.

Interview des Monats Juni 2017

Interview des Monats Juni 2017 Karlsruher Stadthistoriker Dr.B gibt Auskunft:

DNN: Dr.B., anläßlich der Edition aus Ihrem Hause zum Thema Karl Drais...
Dr.B.: VON Drais bitte... !
DNN: Wieso ? Warum nicht Karl Drais; er hatte doch den Adelstitel ganz offiziell abgelegt, sagen viele Fachleute.....
Dr.B.: Wir sind keine wirklichen Fachleute.....
DNN : Hmmm..ähh....er wollte doch so genannt werden, habe ich gelesen...
Dr.B.: Wir sollten Drais, seinen Freunden und vor allem den Fachleuten nicht jeden Gefallen tun; deswegen haben wir ja auch Frau Christine Beil ausgesucht, die als junge Quereinsteigerin beste Voraussetzungen mitbrachte, auf dem von uns gezeigten Niveau der letzten Jahrzehnte weiterzumachen.Wir haben uns mit uns selbst auf VON Drais geeinigt ! Außerdem sollten Sie nicht zuviel über diesen Freigeist Karl von Drais lesen;...deswegen haben wir auch unsere Draisecke im Stadtmuseum nur geringfügig erweitert, zuviel Text schadet nur...
DNN : Ach..., aber im Jubiläumsjahr wollen viele Menschen doch mehr wissen ?
Dr.B: Aber nur, wenn die Texte der geltenden offiziellen Geschichsinterpretation der Stadt entsprechen !
DNN: Das klingt nach vergangenen Zeiten...
Dr. B.: Es war nicht alles schlecht früher,.... denken Sie nur an die Autobahnen !
DNN: Aber Herr Dr. Br...
Dr.B.: HALT !! KEINE NAMEN; das war vereinbart !
DNN: Pardon...a propro Autobahn,,., die Rennbahn im Karlsruher Stadtgarten soll doch jetzt im Jubiläumsjahr der Erfindung von Drais...
Dr.B.: VON Drais bitte, verdammt nochmal !
DNN.: Habe ich doch gesagt...entschuldigen Sie !
Dr.B.: Sie hätten aber eben sagen müssen: im Jubiläumsjahr der Erfindung von von Drais sagen müssen; kapiert ?
DNN: Ja, Herr von Br.....
Dr.B.: HALT, HALT, KEINE NAMEN !!!!!!!!
DNN: Es tut mir wirklich leid ! Eine wirklich großartige Idee an die Rennbahn und an den Höhepunkt der von von Draisverehrung zu erinnern und dort Bild-/Texttafeln dauerhaft aufzustellen. Wer hatte Idee ?
Dr.B.: Keine Ahnung ! Ich bin kein Fachmann.
DNN: Aber Sie haben die Autorin der Texte doch im Stadtarchiv recherchieren lassen ?
Dr.B.: Das stimmt, allerdings war nur Zeit für eine Kurzrecherche.
DNN: Kurzrecherche, die Idee ist doch über ein Jahr alt ?
Dr.B.: Das stimmt, aber es hat so lange gedauert jemanden ohne Fachqualifikation zu finden.
DNN: Warum haben Sie das nicht selbst gemacht ?
Dr.B.: Wie gesagt, wir sind keine....
DNN: ...Fachleute! Das haben wir nun herausgearbeitet. Kann das nun auch genauso über das Buch von von Beil, von Christine von Beil,das von von Drais handelt und „Karl VON Drais“ heißt, gesagt werden ?
Dr.B.: Ja ! Haben Sie noch Fragen ?
DNN: Eine noch ?
Dr.B.: Na, gut !
DNN: Wie werden Sie in Zukunft von von Drais berichten ? Wollen Sie von Ihrer jetzigen von Drais-Darstellung ablassen; es sollen ja viele Fehler entdeckt worden sein ?? Sie haben den Kollegen der BNN doch gesagt: „Wir wollten es genau wissen“! Hat von von Beils Buch Sie weitergebracht ?
Dr.B.: Fehler sind menschlich und das postfaktische Zeitalter hat bei uns, was das Thema von von Drais angeht, schon vor zwanzig Jahren begonnen. Und zu unserem Wunsch nach genauem Wissen: Jetzt wissen wir erst, daß wir im Stadtmuseum nichts Genaues wissen, aber das wissen wir genau.
DNN: Dr.von B., wir danken für dieses Gespräch.

Stadtmuseum erhält Wissenschaftspreis !

Ausgabe Karlsruhe, Extrablatt vom 27. Mai 2017

Stadtmuseum erhält Wissenschaftspreis !

Gute Nachrichten zu Thema Karl Drais gibt es aus Karlsruhe zu vermelden, denn nun ist es amtlich, das Karlsruher Stadtmuseum bzw. das Stadtarchiv erhalten die begehrte

"Heinrich Meidinger Medaille 2017".

Wie aus gut unterrichteten Quellen zu erfahren war, verlieh die Jury den Preis einstimmig und ohne jeden Vorbehalt.
Die Meidinger Medaille wird für Fehldarstellungen jeder Art, unsaubere Recherchen, entbehrliche Ausstellungen und überflüssige Publikationen verliehen.

Herzlichen Glückwunsch !

Der Leiter des Stadtarchives kommentierte diesen Erfolg mit einer an Offenheit und Programmatik kaum zu überbietenden Aussage: Dr. B.: „Wir wollten es genau wissen“.
Die Verleihung der Medaille fand aus verständlichen Gründen ohne die Preisträger statt.

V.i.S.d.P. Martin Hauge


Danke Karl Drais

2017 jährte sich zum zweihundertsten Mal die erste dokumentierte Fahrt des Freiherrn Karl Friedrich Christian Ludwig von Drais auf seiner Jahrhunderterfindung, der zweirädrigen Laufmaschine, dem direkten Vorläufer des Fahrrades.

An der aus vielen Gründen kaum zu unterschätzenden, stetig wachsenden Bedeutung des Fahrradverkehrs gibt es wohl keinen Zweifel.

Ich möchte hier aber ein anderes Thema zur Sprache bringen, etwas Überfälliges, und zwar die doch tragische Lebensgeschichte des Karl Drais, die üble Behandlung, die ihm (nicht nur) in seiner Heimatstadt widerfuhr, die Dummheit, den Neid, die politische Verfolgung, den Rufmord an diesem genialen Erfinder, Menschenfreund und Demokraten, die bis heute fortwirken. Als ob es sich um mündliche Überlieferungen aus der Bronzezeit handeln würde, so werden bis heute trotz mehrerer vorliegender neuer wichtiger Bücher und Arbeiten zu Drais und seinen Erfindungen, längst widerlegte Behauptungen weiterverbreitet.

Dieser Mann hätte wahrlich ein ganz anderes Gedenken in seiner Heimatstadt verdient.

Zum Beispiel die schon böswillige Ignoranz bei der Leitung der Schule, die seinen Namen tragen darf. Wer das Video von 1997 der Draisschule gesehen hat, der kann über den damaligen Schulleiter und auch über den damals noch unbekannten, heutigen "Comedian", Pierre M. Krause, nur den Kopf schütteln. Einfach übel.

Dann gibt es da das Karlsruher Verkehrsmuseum in der Südstadt, das immerhin seit einiger Zeit, zwar wenige, aber doch korrekte Angaben zu Leben und Werk von Karl Drais macht. Die Entwicklungsgeschichte seiner wichtigsten Erfindung wird leider nicht deutlich; kann auch bei dem sehr begrenzten Platzangebot des ehrenamtlich betriebenen Museums nicht hinreichend geleistet werden. Durch seine etwas abgelegene Lage und die extrem beschränkte Öffnungszeit von nur drei Stunden in der Woche, kann es nicht das leisten, was der Bedeutung der Leistung des Karl Drais zu wünschen wäre.

Traurig ist der Umgang mit Karl Drais im Stadtmuseum Karlsruhe. Allein die winzige Ausstellungsfläche, die für einen der größten Söhne der Stadt zur Verfügung steht, ist einfach ein leider schlechter Witz. Das dort Gezeigte ist eine Mischung aus unvorteilhaften Karikaturen und nicht authorisierten Abbildungen seiner Person, einer Laufmaschine aus seinem Nachlass und einem unter Berücksichtigung der Draisforschung der letzten Jahrzehnte einfach skandalösen Text, einem Machwerk, das in bester Tradition der uralten Verleumdungen und Kampagnen gegen Karl Drais steht.

Dagegen ist das Wenige im Karlsruher Verkehrsmuseum zu Lesende eine Wohltat, aber leider hat die Aufklärung in Sachen Drais das Stadtmuseum noch nicht erreicht, das bei einer wöchentlichen Öffnungszeit von sechsunddreißig Stunden fast täglich seine unwissenschaftliche und verleumderische Botschaft verbreiten darf.

Es gibt nun aber glücklicherweise Menschen, die das große Jubiläum 2017 nutzen wollen, um auf verschiedenen Ebenen daran etwas zu ändern, Ideen zu sammeln und das ein oder andere Projekt auf den Weg zu bringen. Deswegen wollen sich demnächst möglichst viele Leute hier in Karlsruhe treffe

Drais-Projekte für Karlsruhe

Bitte unterstützen Sie uns !

Was wir bisher vorzuweisen haben:

  • * Eröffnung der überfälligen Debatte zum Thema Karl Drais inverschiedenen Medien
  • * Draisausstellung 2015 in der BBBank / KA300
  • * Stadtführungen per Rad / zu Fuß, "Draisrundgänge" ab 2016
  • * Die neue Gedenktafel am Sterbeort, Zähringerstraße Einweihung Dez. 2015
  • * Theaterstück "Carl und Carl", Uraufführung KA300
  • * Rettung des abgesagten Karlsruher Draistages 2016, durch unser DRAISFEST 2016 auf dem Friedrichsplatz 
  • * Radiofeature über Drais auf Deutschlandradio-Kultur 17. Aug. 2016, 19.07 UHR
  • * Karl Drais Leseecken, Dauereinrichtungen ab 2014: Buchhandlung am Kronenplatz, Café Palaver, Gewerbehof
  • * Vortrag an der Karlshochschule / Wintersemester
  • * Enge Zusammenarbeit mit einem MINT-Gymnasium, Einrichtung einer Drais-AG
  • * Kompetenzteam für Filmproduktion 2017


2017/2018

  • * Ausbau der Draisrundgänge mit "karlsuher stattreisen e.V."
  • * Draisausstellung im Regierungspräsidium
  • * Draisausstellung in NANCY, zweisprachig, Fahrradkorso zur Eröffnung mit Exponat, von Karlsruhe nach Nancy
  • * Mitarbeit bei der geplanten DraisAPP
  • * Aufstellung von Schautafeln an wichtigen Stationen der Draisrundgänge und Suche nach Sponsoren für einzelne Tafeln.
  • * Eröffnung des Ausstellungsraumes "Brunnenstube", Stadtgarten / Lauterberg.
  • * Mithilfe bei "GanzschönDrais" bei den "Heimattagen"
  • * Aufführung des Theaterstückes "Die Vision des Erfinders" YES-Projekt, zusammen mit Schülerinnen und Schülern
  • * Fortführung der Filmprojekte
  • * Grundsätzliche Förderung einer verbesserten, aktualisierten und nachhaltigen Wissensvermittlung über Karl Drais in KARLSRUHE und anderswo.

Für all das brauchen wir:

Mithilfe, Mitarbeit und finanzielle U n t e r s t ü t z u n g !

Kontakt

Martin Hauge
Schützenstraße 38 | D-76137 Karlsruhe

Weiterer Ansprechpartner

Prof. Hans-Erhard Lessing

Unser Spendenkonto

IBAN: DE78 1001 0010 0955 6961 10
Kontobezeichnung: Martin Hauge
Verwendungszweck: Danke-Karl-Drais


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